Mittwoch, 18. Februar 2009

Es gibt Dinge im Leben, deren Erklärung so simpel wie unmöglich ist. So derzeit geschehen mit der wiedervereinigten Combo New Kids on the Block (NKOTB). Da ich davon ausgehe, dass ausschließlich Fans der genannten Band den Weg hierher gefunden haben, verzichte ich auf Einzelheiten, die Band, deren Entstehen und die eben genannte Reunion betreffend. Fünf inzwischen mehr oder weniger gestandene Männer erklimmen wieder die Bühnen dieser Welt und die holde Weiblichkeit erstarrt in genau derselben Hysterie, für die sie in früheren Tagen berühmt und gefürchtet war. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die heute ebenfalls mehr oder weniger gestandenen Frauen offensichtlich den Verstand verloren zu haben scheinen. Denn wie erklärt es sich sonst, dass Frauen, die augenscheinlich mitten im Leben stehen, einem soliden Beruf nachgehen, Ehemänner und Kinder haben und doch, wie scheinbar aus dem Nichts, wieder dem selben Schema Boyband-Fan verfallen? Ist es ein genetischer Code, der – von wem auch immer- nach Bedarf aktiviert werden kann? Ist es ein Phänomen der Neuzeit, das uns nach Ausflüchten aus dem alltäglichen Einerlei suchen lässt und sie uns in schwärmerischen Liebhabereien finden lässt? Wieso sind wir auf einmal dermaßen kreativ, wenn es um die Neukreation von Worten gehen („Jonverts“, um nur ein Beispiel zu nennen), aber wenn es um den einfachen Text einer Glückwunschkarte geht, die verzweifelte Ideenlosigkeit doch meist die Oberhand gewinnt? Und wie ist es möglich, dass die täglich anfallenden Arbeiten in dem nun zwangsläufig vorhandenen eigenen Domizil in einer halben Stunde erledigt werden können (was früher Stunden gedauert hat), nur um schnellstmöglich wieder im Paradies der unendlichen Weiten in Form diverser Foren, dem ein oder anderen Chatroom oder anderer Communities zum Austausch mit Mitinfizierten zu versinken? Und warum zum Henker bin ich nicht schon früher auf den Trick mit dem perfekten Zeitmanagement hinsichtlich hauswirtschaftlichen Pflichten gekommen?!

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