Donnerstag, 19. Februar 2009

Ja - und nun?!

Gut zwei Wochen ist es nun her, das grandiose Welcome-back-in-Germany-Konzert von NKOTB. Sie kamen, sahen, siegten. Die Buttons und die Pins sind wieder eingepackt, die Erinnerungen an einen überwältigenden Abend haben sich in Herz und Hirn eingebrannt bzw. sind z.T. auf YouTube zu bewundern. Es soll sogar Fans geben, die sich als Erinnerung ein eigenes Konzertvideo gebastelt haben. Wurde mir zumindest zugetragen. Schöne Idee eigentlich, auch wenn es das Live-Erlebnis nur bedingt zurück bringt.
Ja, und nun?! Worauf soll sich der gemeine Blockhead denn nun seelisch, moralisch, psychisch und ganz pragmatisch freuen? Auf welchen Zeitpunkt kann frau derzeit hinfiebern, Pläne schmieden, verwerfen, neu auflegen, um den Tag der Tage dann doch ganz anders zu erleben, wie vorgestellt? Wie sieht die Timeline für die kommenden Wochen und Monate aus? Wird es wieder einen Tag X geben, auf den sich sämtliche Konzentration gebündelt fokussieren wird und der andere, vermeintlich wichtigere Dinge in den Hintergrund rücken lassen wird, um dann at the end of the day dann um einen aufgestauten Knoten voller Vorfreude, der sich in unermessliche Erleichterung aufgelöst hat, ärmer, in den Sonnenuntergang zu reiten? Und wie lange noch wird frau vom Erlebten zehren können? Fragen über Fragen, über die ein Nicht-Insider nur mehr als verwundert den Kopf schütteln wird. Da hatten wir doch nun das ultimative, lange herbeigesehnte Konzert, unsere Kapelle leibhaftig zu Gesicht bekommen und es war dazu hin noch ein mehr als erfolgreicher und emotionsgeladener Abend und trotzdem macht sich bereits jetzt die Melancholie breit?!
Ja, sicher, die Tour geht weiter. Zunächst wieder in den USA. Ein Auslandskonzert zu besuchen kommt für mich persönlich allerdings nicht in Frage. Aus diversen Gründen, die hier nicht zur Debatte stehen.
Aber nein, zu begreifen ist das wahrlich nicht. Es ist vorbei, es war atemberaubend, ich will es wieder haben und doch nicht. Es könnte mir ja unter ganz widrigen Umständen das versauen, was mir an am Konzertabend gegeben wurde. Es würde nicht dasselbe sein, es kurzfristig nochmals zu erleben. Ob es nun besser oder schlechter oder einfach nur anders oder womöglich auch relativ ähnlich verlaufen würde. Das Erlebte würde einfach der EINMALIGKEIT – im wahrsten Sinne des Wortes sowie im übertragenen – der Sache beraubt. Man sollte meinen, man könnte nie genug Live-Erlebnis, Facetime oder ganz einfach nur virtuellen Input bekommen. Aber nein, da muss frau schon wieder ins Grübeln kommen.
Verstehe einer einen Blockhead.

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