Manchmal, wenn ich alleine im Auto unterwegs bin, dann unterhalte ich mich ab und zu mit Donnie. Wenn schon sonst keiner da ist und frau auf ihren Schnitt kommen muss bzgl. der vorgegebenen X-tausend gesprochenen Worte am Tag, dann lasse ich mich nicht herab und führe Selbstgespräche. Ich doch nicht. Und da ich derzeit weder beruflich noch privat großartig die Möglichkeit habe, mich der so geliebten englischen Sprache zu befleißigen, so führen wir unsere Gespräche natürlich in feinstem Kaugummi-Englisch. Ja, wir kommen dann – je nach Länge der Wegstrecke – ins Plaudern, tauschen uns aus, was es Neues gibt im NKOTB-Mikrokosmos. Na gut, die meiste Zeit bin ich am Reden. Erzähle ihm dann, was die deutschen Blockheads gerade so beschäftigt, was wir über dieses oder jenes denken. Okay, was ICH über gewisse Dinge denke. Und schon referiere ich meist über die Themen, die genau hier in sämtlichen epischen Längen und Breiten zu finden sind. Um mir nicht den Mund fusselig zu reden, sage ich dann meistens: „Hey, what about reading my blog!“. Tja, blöd nur, dass er dann immer sagt: „Sure, I’m gonna do that, would you please translate it for me?!“ An diesem Punkt bricht das Gespräch dann meist abrupt ab, denn das hört sich nach verdammt viel Arbeit an, das alles, was ich hier bereits geschrieben habe, auch noch ins Englische zu übersetzen – und das ohne Garantie, dass Donnie es wirklich lesen wird. Weil, wann sollte er das bitte tun? Ist doch ein viel beschäftigter Mann …
Warum ich mir gerade Donnie als regelmäßigen Gesprächspartner auserkoren habe? Warum ich nicht mal abwechsle und die anderen auch mal zu Wort kommen lasse? Ist Donnie gar mein heimlicher Favorit, von dem ich selbst nichts wusste? Nun, diese Frage kann ich aus voller Überzeugung mit einem klaren Nein beantworten. War er nie, ist er nicht und wird er wohl nie sein. Womöglich gerade deshalb kann ich mich so locker mit ihm unterhalten. Ich finde, er hat oft ganz vernünftige Ansichten, er ist ein Leader und jemand, dem man zuhört. Und ich denke, er ist authentisch. Verstellt sich nicht, sondern ist so, wie er sich gibt. Wenn er müde ist, ist er müde und hängt durch, wenn er gut drauf ist, dann lässt er es ebenfalls raus. Und ich glaube, dass er ein sehr emotionaler Mensch ist, der trotz seiner nach außen getragenen Stärke, durchaus verletzlich ist.
Joseph Mulrey McIntyre, mein Herzensbrecher der Vergangenheit. Was war ich in ihn verliebt. Er konnte machen, was er wollte, ich fand es einfach toll. Wenn ich mir heutzutage allerdings manche Dinge von früher ansehe, dann überkommt mich gelegentlich die Skepsis, warum das so war. Aber gut, ist abgehakt unter der Rubrik 'ich war jung und hatte kein Geld’. Ob ich mich früher auch mit Joe unterhalten habe? Nein, ich glaube nicht. Womöglich wäre ich auch nicht groß zu Wort gekommen, wo er doch gerne mal ausschweifend wird. Und – wie oft kann ein Mensch in einem Satz eigentlich „you know“ sagen? Joe Mac. Er hat sich zu einem tollen Entertainer entwickelt und er wird auch immer ein kleines Plätzchen in Philly’s Herz haben … und vielleicht nehme ich ihn ja doch auch mal mit im Auto.
Oder sollte ich gar einmal Danny aufgabeln, wenn er mit dem Daumen nach oben am Straßenrand steht? Sicher, warum nicht. Danny war und ist für mich immer – Achtung Floskel – der nette Junge von nebenan. Ich hab mir nie großartige Gedanken über Danny gemacht. Er war immer da, er war in Ordnung, ein Basic der Gruppe und Danny ist einfach Danny. Womöglich würde ich endlich mal etwas über ihn persönlich herausfinden, wenn wir uns unterhalten würden. Oder hätten wir überhaupt ein Thema, über das wir reden könnten? Bestimmt würde sich etwas finden. Zumindest über das Thema Kinder kommt man ja immer ins Gespräch. Und er hat ja gleich vier davon.
Doch was ist mit den Knight-Brüdern? Wäre nicht einer von ihnen ein ebenfalls adäquater Gesprächspartner, mit dem sich eine Autofahrt unterhaltsamer gestalten ließe? Jordan. Jordan ist schwer zu beschreiben. Bei ihm weiß man nie so genau, woran man ist. Er ist unbestritten ein verdammt guter Sänger, er kann sich fantastisch bewegen, er ist nett anzuschauen – und er ist sich dessen sehr bewusst. Er ist ein Typ, auf den die Frauen stehen, allein optisch. Und doch habe ich bei ihm immer das Gefühl, da ist noch etwas, das da unter der hübschen Oberfläche steckt. Ich bin noch nicht dahinter gekommen, was es sein könnte, aber irgendetwas macht ihn unnahbar. Eine meiner Theorien ist, dass er eigentlich ein ziemlich unsicherer Mensch ist. Nun bekommt er aber seit frühester Jugend unglaublich viel Aufmerksamkeit. Und will dieser Stand halten. Ich glaube, in dem Jordan, den wir sehen und zu kennen glauben, wohnt noch ein ganz anderer Jordan. Und wie immer er sein mag, ich wünsche ihm, dass er beide Jordans irgendwann einmal in Einklang bringen wird.
Last but definitely not least Mr. Jonathan Knight. Wenn er tatsächlich einmal neben mir im Auto sitzen sollte, dann werde ich ihn fragen, ob er sich absolut wohl fühlt, mit dem was er gerade tut. Ob er davon überzeugt ist, mit NKOTB wieder auf Tour zu sein, ob es das ist, was ihn glücklich macht. Ich habe ein ganz leises, kaum spürbares Gefühl, dass dieser ganz besondere Mensch Jon – und dessen bin ich mir ungesehen sicher, dass er das ist – womöglich nur mit 99,9 % seines Herzens bei dieser Reunion dabei ist Es ist vielleicht der etwas traurige, melancholische Blick, den man manchmal bei ihm sieht, vielleicht aber auch die Tatsache, dass ich ab und zu das Gefühl habe, er ruft das Programm „Konzert: Singen + Tanzen“ immer wieder ab – und ist froh, wenn es vorbei ist. Es mag nur ein unbedeutender Eindruck meinerseits sein, der entstanden ist aus vielen, kleinen Schnipseln. Aber, vielleicht ist es einfach auch nur das, was einen Jonathan Knight ausmacht, diese leise, sinnliche Art, nicht willens, sich ganz tief in sein Herz schauen zu lassen. Und wer sollte ihm dieses Recht absprechen – ich ganz sicher nicht. Und eines bin ich mir gewiss: Dass er die ganze Sache – das Comeback, die Gruppe, das Feedback der Fans – absolut zu schätzen weiß. Was bleibt ihm auch anderes übrig bei soviel Zuneigung, die ihm täglich zuteil wird. Nur ein Blick in Online-Jonland und er müsste vor Rührung, was ihm so viele Fans zuteil werden lassen, ein ewiges Lächeln ins Herz gezaubert haben. Aber der Eindruck, er wäre manchmal lieber woanders, als derzeit, bleibt leider. Ich hoffe allerdings auch, dass ich hierbei total falsch liege. Für alle Jonwives dieser Welt und – ja, auch für mich selbst. Denn NKOTB ohne Jon wären nicht NKOTB.
Falls es im Übrigen jemand albern finden sollte, sich mit Donnie oder sonst jemandem zu unterhalten, der nicht in persona neben einem sitzt, der möge sich zunächst einmal selbst an die Blockhead-Nase packen und überlegen, was er oder sie für Dinge tut, die andere Menschen womöglich für „verstrahlt“ halten könnten. Sicher, normal ist das nicht, aber wer es sich als Hardcore-Fan anmaßt, sich als normal zu bezeichnen, der möge sich bitte an der Schlange für „lausig“ anstellen.
Und nein, ich hatte in der Kindheit auch keinen unsichtbaren Freund oder so … das kam alles sehr viel später … ;-)
Warum ich mir gerade Donnie als regelmäßigen Gesprächspartner auserkoren habe? Warum ich nicht mal abwechsle und die anderen auch mal zu Wort kommen lasse? Ist Donnie gar mein heimlicher Favorit, von dem ich selbst nichts wusste? Nun, diese Frage kann ich aus voller Überzeugung mit einem klaren Nein beantworten. War er nie, ist er nicht und wird er wohl nie sein. Womöglich gerade deshalb kann ich mich so locker mit ihm unterhalten. Ich finde, er hat oft ganz vernünftige Ansichten, er ist ein Leader und jemand, dem man zuhört. Und ich denke, er ist authentisch. Verstellt sich nicht, sondern ist so, wie er sich gibt. Wenn er müde ist, ist er müde und hängt durch, wenn er gut drauf ist, dann lässt er es ebenfalls raus. Und ich glaube, dass er ein sehr emotionaler Mensch ist, der trotz seiner nach außen getragenen Stärke, durchaus verletzlich ist.
Joseph Mulrey McIntyre, mein Herzensbrecher der Vergangenheit. Was war ich in ihn verliebt. Er konnte machen, was er wollte, ich fand es einfach toll. Wenn ich mir heutzutage allerdings manche Dinge von früher ansehe, dann überkommt mich gelegentlich die Skepsis, warum das so war. Aber gut, ist abgehakt unter der Rubrik 'ich war jung und hatte kein Geld’. Ob ich mich früher auch mit Joe unterhalten habe? Nein, ich glaube nicht. Womöglich wäre ich auch nicht groß zu Wort gekommen, wo er doch gerne mal ausschweifend wird. Und – wie oft kann ein Mensch in einem Satz eigentlich „you know“ sagen? Joe Mac. Er hat sich zu einem tollen Entertainer entwickelt und er wird auch immer ein kleines Plätzchen in Philly’s Herz haben … und vielleicht nehme ich ihn ja doch auch mal mit im Auto.
Oder sollte ich gar einmal Danny aufgabeln, wenn er mit dem Daumen nach oben am Straßenrand steht? Sicher, warum nicht. Danny war und ist für mich immer – Achtung Floskel – der nette Junge von nebenan. Ich hab mir nie großartige Gedanken über Danny gemacht. Er war immer da, er war in Ordnung, ein Basic der Gruppe und Danny ist einfach Danny. Womöglich würde ich endlich mal etwas über ihn persönlich herausfinden, wenn wir uns unterhalten würden. Oder hätten wir überhaupt ein Thema, über das wir reden könnten? Bestimmt würde sich etwas finden. Zumindest über das Thema Kinder kommt man ja immer ins Gespräch. Und er hat ja gleich vier davon.
Doch was ist mit den Knight-Brüdern? Wäre nicht einer von ihnen ein ebenfalls adäquater Gesprächspartner, mit dem sich eine Autofahrt unterhaltsamer gestalten ließe? Jordan. Jordan ist schwer zu beschreiben. Bei ihm weiß man nie so genau, woran man ist. Er ist unbestritten ein verdammt guter Sänger, er kann sich fantastisch bewegen, er ist nett anzuschauen – und er ist sich dessen sehr bewusst. Er ist ein Typ, auf den die Frauen stehen, allein optisch. Und doch habe ich bei ihm immer das Gefühl, da ist noch etwas, das da unter der hübschen Oberfläche steckt. Ich bin noch nicht dahinter gekommen, was es sein könnte, aber irgendetwas macht ihn unnahbar. Eine meiner Theorien ist, dass er eigentlich ein ziemlich unsicherer Mensch ist. Nun bekommt er aber seit frühester Jugend unglaublich viel Aufmerksamkeit. Und will dieser Stand halten. Ich glaube, in dem Jordan, den wir sehen und zu kennen glauben, wohnt noch ein ganz anderer Jordan. Und wie immer er sein mag, ich wünsche ihm, dass er beide Jordans irgendwann einmal in Einklang bringen wird.
Last but definitely not least Mr. Jonathan Knight. Wenn er tatsächlich einmal neben mir im Auto sitzen sollte, dann werde ich ihn fragen, ob er sich absolut wohl fühlt, mit dem was er gerade tut. Ob er davon überzeugt ist, mit NKOTB wieder auf Tour zu sein, ob es das ist, was ihn glücklich macht. Ich habe ein ganz leises, kaum spürbares Gefühl, dass dieser ganz besondere Mensch Jon – und dessen bin ich mir ungesehen sicher, dass er das ist – womöglich nur mit 99,9 % seines Herzens bei dieser Reunion dabei ist Es ist vielleicht der etwas traurige, melancholische Blick, den man manchmal bei ihm sieht, vielleicht aber auch die Tatsache, dass ich ab und zu das Gefühl habe, er ruft das Programm „Konzert: Singen + Tanzen“ immer wieder ab – und ist froh, wenn es vorbei ist. Es mag nur ein unbedeutender Eindruck meinerseits sein, der entstanden ist aus vielen, kleinen Schnipseln. Aber, vielleicht ist es einfach auch nur das, was einen Jonathan Knight ausmacht, diese leise, sinnliche Art, nicht willens, sich ganz tief in sein Herz schauen zu lassen. Und wer sollte ihm dieses Recht absprechen – ich ganz sicher nicht. Und eines bin ich mir gewiss: Dass er die ganze Sache – das Comeback, die Gruppe, das Feedback der Fans – absolut zu schätzen weiß. Was bleibt ihm auch anderes übrig bei soviel Zuneigung, die ihm täglich zuteil wird. Nur ein Blick in Online-Jonland und er müsste vor Rührung, was ihm so viele Fans zuteil werden lassen, ein ewiges Lächeln ins Herz gezaubert haben. Aber der Eindruck, er wäre manchmal lieber woanders, als derzeit, bleibt leider. Ich hoffe allerdings auch, dass ich hierbei total falsch liege. Für alle Jonwives dieser Welt und – ja, auch für mich selbst. Denn NKOTB ohne Jon wären nicht NKOTB.
Falls es im Übrigen jemand albern finden sollte, sich mit Donnie oder sonst jemandem zu unterhalten, der nicht in persona neben einem sitzt, der möge sich zunächst einmal selbst an die Blockhead-Nase packen und überlegen, was er oder sie für Dinge tut, die andere Menschen womöglich für „verstrahlt“ halten könnten. Sicher, normal ist das nicht, aber wer es sich als Hardcore-Fan anmaßt, sich als normal zu bezeichnen, der möge sich bitte an der Schlange für „lausig“ anstellen.
Und nein, ich hatte in der Kindheit auch keinen unsichtbaren Freund oder so … das kam alles sehr viel später … ;-)
Jordan - ich denke Du hast ihn durchschaut...
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