Freitag, 28. August 2009

Twitter vs. Community/Forum

Die NKOTB-Foren - ich wage den Zusatz weltweit - sind nahezu verwaist. Nur wenige User finden den Weg in die Communities und wenn, dann oftmals nur, um kurz reinzusehen, ob es etwas Neues gibt und da dies derzeit selten der Fall ist, sind sie auch schon wieder weg. Es wird kaum geschrieben, ein kurzes Hallo hier, ein Smalltalk-Wie-geht-es-Dir dort. Ausnahme von je her das Forum auf nkotb.com. Da hier aber meiner unbedeutenden Meinung nach sowieso für jeden abgebrochenen Fingernagel eine neue Baustelle aufgemacht wird, sei ning hier einmal außen vor.

Zurück zu den deutschen Communities. Die Zeiten, in denen jeder Pups zur Staatsaffäre hochstilisiert wurde, jede Nichtigkeit bis zum Erbrechen ausgelatscht, totgequatscht, zu den Akten gelegt, um dann doch wieder herausgezerrt zu werden, um das ganze Spiel nochmals von vorne zu beginnen, weil eine unbedeutende Randbemerkung Grundlage für neue ausladende Gesprächsrunden wurde, gehören der Vergangenheit an. Man sei sich diesbezüglich meiner Erleichterung gewiss. Und was die deutschen Foren angeht, so ging es hier schon vor Twitter eher bedächtig zu. Woran das aber im Einzelfall liegt, sei hier für den Moment vernachlässigt.
Wer Unterhaltung will, muss twittern. Twitter, die multimediale Plattform, anfangs belächelt und mit Skepsis betrachtet, heute aber unverzichtbar, wenn man am Puls der Zeit sein möchte. Falls es tatsächlich noch den einen oder anderen geben sollte, der Twitter nicht kennt (this is your wake-up-call!): Twitter ist ein Tool, mit dem man kurze Nachrichten sowie persönliche Mitteilungen an Freunde/Follower verschicken kann via Mobiltelefon oder per Internet. Viele Celebrities von Arnold Schwarzenegger über Lady Gaga bis Paris Hilton haben zwischenzeitlich einen Twitter-Account. Man kann diesen "folgen" und bekommt so deren Nachrichten direkt in seine Nachrichten-Inbox. Es ist fast so, als ob man eine SMS bekommt - nur mit dem Unterschied, dass - je nach Anzahl der Follower - diese hunderfacht, ja gar tausendfach in die Posteingänge strömt und gelesen wird.

Natürlich twittern auch alle NKOTB-Mitglieder inzwischen unter ihrem eigenen Namen, der eine mehr, der andere weniger. Der eine schreibt täglich - und nahezu jeden Tag dasselbe, der andere eher sporadisch, dann aber oftmals mit wirklich persönlicher Note. Und kommt ein Tweet vom Favourite, so wird kräftig geantwortet, kommt es doch fast einem persönlichen Kontakt gleich. Texten mit Donnie, Danny, Joe, Jordan und Jonathan! Kann es etwas Spannenderes geben? Dass jedem ihrer Tweets eine Flut von Antworten folgt, die selbst mit größtem Goodwill nicht alle vom Empfänger gelesen werden können, spielt erst einmal keine große Rolle. Es könnte ja doch sein, und es wird gerade meine Antwort gelesen! Womöglich sogar beantwortet, was hin und wieder tatsächlich vorkommt. Nur einmal die Glückliche sein und eine Antwort bekommen - was jedes Mal wieder eine Woge der Verzückung mit sich bringt und es eine Freude ist, einem so seltenen Ereignis beizuwohnen - das ist das Streben eines Blockheads nach Glückseligkeit. Ironischerweise findet man anschließend gerne mal einen Post in dem einen oder anderen Forum: "Joe/Donnie/Jordan/Jonathan/Danny hat mir auf Twitter geantwortet!!!"

Doch zu 99 % wird Twitter inzwischen zur Kommunikation der Blockheads unter sich genutzt. Eine Mischung aus Forum, Chat und SMS. Es erlaubt ein schnelles Austauschen von Informationen, man kann den ganzen Tag twittern, da hier immer irgend jemand da ist und - man kann von Twitter halten, was man will - man lernt das Komprimieren von Informationen auf 140 Zeichen. Was doch immer wieder eine Herausforderung für die weibliche Mitteilungsfreude ist (zumindest die meines philosophischen Ichs in Anbetracht der Länge der Blogs hier). Aber in Twitterwelt kann man aufgrund der Restriktion auf diese Nachrichtenlänge gar nicht erst ins Ausschweifen kommen, was bei einigen Leuten durchaus von Vorteil ist.
Als Ausnahme sei hier ein gewisser Donald E. Wahlberg genannt. Dieser ist in der Lage, 20 Tweets hintereinander ins Twitteruniversum hinauszuballern - jede einzelne gespickt mit lebensbejahenden Weisheiten, die die pure Positivität des Daseins beschwören. Irgendwann einmal finde ich das Buch, aus dem er diese womöglich zitiert. Nicht, dass ich nicht der Meinung bin, Donnie hätte nicht selbst so viele schlaue Dinge zu sagen, mitnichten. …. it's about being smart! ;-) Am schönsten aber finde ich die Antworten, die seine Tweets nach sich ziehen. Auf einmal besinnt sich ganz BH-World wieder darauf, das Leben toll zu finden, seinen/ihren Weg zu gehen und dass das Streben nach Höherem und dem zufriedenen Selbst doch wieder in den Mittelpunkt gerückt werden sollte. Herrlich! Kein Sarkasmus, nein, finde ich wirklich.
In Anbetracht all dieser Vorteile, die Twitter bietet, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Foren leer sind. Eigentlich hat sich die ganze Kommunikation nur verlagert - denn weniger ist sie eigentlich nicht geworden. Nur, dass man nun bei Twitter nachlesen muss, wenn man alles mitbekommen möchte und dies nicht schön untergliedert ist wie in den Foren. Aber es sind auch hier dieselben Larifari-Dinge zu lesen, die man eigentlich nicht wissen will/muss. Es soll auch schon Menschen geben, die Twitter-süchtig sind. Abhängig davon, mitzubekommen, was alle Welt derzeit tut und tweetet und andererseits aller Welt mitzuteilen, was man selbst gerade tut und tweetet. Nur nichts verpassen.

Ich selbst nutze Twitter auch für den alltäglichen Kontakt mit einer übersichtlichen Anzahl von Blockheads (Philosophia sucht man hier allerdings vergeblich - ich sollte mir wohl doch mal den Namen sichern für einen philosophisch wertvollen Tweet des Tages?!). Und doch sehe ich jeden Tag noch in die Foren, es könnte ja doch mal einer etwas schreiben. Ich denke, eine Mischung aus Foren, Twitter und für den persönlich tiefergehenden Kontakt mit inzwischen freundschaftlichen Bekanntschaften per msn, Mail usw. ist in Ordnung. Dinge verändern sich nunmal. It's a brave new world. Die Zeiten, in denen die Foren vor lauter Information schier zusammengebrochen sind, gehören wohl der Vergangenheit an. Aber ganz ohne sie würde wohl doch etwas fehlen. Und schließlich darf man nicht vergessen, dass man sich hier erst einmal kennen gelernt hat. Insofern ist es müßig, nur das eine oder andere gut zu finden/zu verteufeln. Jeder nach seinem plaisir.

Viva la Blockhead-Communication! Wherever it takes place!

Dienstag, 25. August 2009

Magic moment – a blockhead got bewitched

Did you ever try to capture a moment? Hold it as tight as you can as it felt so amazing? Because you became aware of something that was indeed a part of your life so far but you didn’t know how precious it really was?

Right now I’m sitting here, trying my very best to put this experience into words that make sense. Probably I’m gonna fail. As emotions are not meant to become irrevocable facts when written down.

What happend? What kind of experience could a blockhead have these days, when there is actually no NKOTB around, when there is nothing to talk about as we are in a let’s call it ‘open break’? Well, as there is apparently much more time nowadays to catch up with things that didn’t reach you during busy NKOTB-times as there was so much to watch, to listen to, to talk about. I was just looking back on the last year and a half. Watching some concert videos, roaming NKOTB-world, listening to music that is a part of me as we have been accompanying each other for so many years.

Looking at these 5 guys that I’ve never met in person so far. But I know them. They are a part of me as I am a part of them. Without me they wouldn’t be there. As there are a millions of me out there. Voices that are so familiar to me like the ones of people I talk to every day. Mimic, gestures and moves that are destinctively
and make each of them one-of-a-kind.

We don't know each other, but it feels like we do.

What is this supposed to be? A declaration of love? There’s no need to name it. I’m just enjoying the good times that NKOTB brought into my life, appreciating what I’ve been given and being confident about the fact that no one in this sometimes nasty wide world could ever take this away from me.

Just be thankful for being a part of something special, be proud to be a blockhead! Forget about all the nonbelievers – they don’t have the faintest idea about how we’re feeling, talking and squeeing about. How could they possibly do.

So, don’t waste your time thinking about the where, when and how. Just believe that it WILL happen again! I do – and it feels so good! Try it, try it – you might like it!

Freitag, 14. August 2009

Take a break/BLOCKade

Nun sind wir also mittendrin. In der Pause. In der, von der niemand weiß, wie lange sie dauern wird. Oder ob sie tatsächlich eine Pause ist oder gar nur ein Hinauszögern des Unaussprechlichen. Cliffhanger waren schon immer blöd. Doch halt! Jetzt haben wir ja wieder eine Cruise. Nächstes Jahr, ganz weit weg. Über das Booking-Drama möchte ich mich eigentlich gar nicht äußern - ich war weder dabei, noch hatte ich vor, dabei zu sein. Aber das Blockhead-Universe beherbergt derzeit viele enttäuschten Gemüter, die gerne mitgecruised wären, beim Katastrophenbuchen aber leider leer ausgegangen sind. Mittlerweile sollte aber bekannt sein, welche Onlinepower Blockheads haben. Kein System, das uns bislang erfolgreich und dauerhaft Stand halten konnte.

Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll. NUR eine Cruise und sonst nichts? Der Sinn erschließt sich mir derzeit noch nicht ganz. Ist es der Versuch, noch einmal in kürzester Zeit soviel Geld wie möglich zu verdienen? Der bittersweet Höhepunkt und gleichzeit der theatralisch-glamourös in Szene gesetzte Abschied für immer? Oder gar der Auftakt zu NKOTB.3 - möglicherweise die Verkündung eines neuen Albums, einer Tour, das Comback vom Comeback?!

Ich hab meine Glaskugel noch immer nicht wieder gefunden, insofern bleibe ich ein ultimatives Ja oder Nein auf die vielen Fragen, die im Raum stehen, schuldig wie so oft. Aber das Wunschdenken vermag manchmal eine Optimistin aus mir zu machen. So oft gnadenlos realistisch die Fakten rauf und runter-philosophierend, heute aber nicht ohne Hoffnung, dass dies nicht das Ende vom Lied - oder sollte man es in Anbetracht der Cruise, Reise nennen? Wahrhaft bildgewaltig. To be positive or not to be.

Doch zurück zu den Fakten. Der Aufwand, nur eine Cruise stilecht auf die Schiffsbretter, die die Welt bedeuten können, zu bringen, erscheint mir vergleichsweise hoch. Ein Schiff entern und ein paar Tage auf See rumschippern kann jeder. Aber es wird ja auch ein Konzert geben - und dafür müsste ja dann doch wieder geprobt werden, nach so langer Zeit ohne Konzerte. Ein dreiviertel Jahr macht nun jedes Bandmitglied sein eigenes Ding. Eigene Musik, Filme drehen, sich um die eigene Firma kümmern, sonstige Projekte und dann schiebt man mal eben wieder eine gemeinse Cruise dazwischen, lässt sich feiern, schwimmt nochmals auf der Euphoriewelle (man beachte das herrliche Wortspiel), einer für alle, alle für einen - und dann zerstreut man sich wieder in alle Himmelsrichtungen?! Bis zur nächsten Cruise 2011? Ich bin kein Bandmitglied - aber das würde sich für mich seltsam anfühlen. Unaufrichtig, eigennützig, betriebswirtschaftlich zwar sinnvoll aber dennoch so konträr zu dem bisher gefühlten Feedback, das NKOTB uns Fans bislang entgegengebracht haben. Im direkten Kontakt, via Twitter, per Blog. Natürlich steht das Thema Geld im Raum, doch eine gewisse Dankbarkeit für das geleistete Vertrauen und ja in der Tat auch ein überrascht sein von den wieder zum Leben erweckten Blockhead-Vibrationen waren doch spürbar. Oder alles nur Fassade? Business? Die pure Illusion? Nein, bitte kein Dementi an dieser Stelle.

Abgesehen von all diesen Spekulationen bin ich ehrlich gesagt gar nicht so unglücklich über den aktuellen Break - sofern es denn tatsächlich nur ein Break ist, der für meinen Geschmack zeitlich etwas näher definiert sein könnte. So ein Vollzeitblockhead hat es wirklich nicht leicht. Man muss ständig up to date sein, sollte sämtliche Foren abgegrast haben, der Kontakt mit Blockheadkollegen will gepflegt sein und so ganz nebenbei gibt es da noch das das ordinäre Alltagsleben, das bewältigt werden sollte. Beidem gerecht zu werden, ist eine Kunst. Vor allem, wenn man der einzige Blockhead in den eigenen vier Wänden ist, das vermeintliche Hobby zwar geduldet aber nicht verstanden wird und das Ausleben der Besessenheit meist nur online zelebriert werden kann.
Nein, ich bin (noch?) nicht in ein Loch gefallen, in Heultiraden verfallen und habe mich nach dem weiteren Sinn des Lebens gefragt. Aber hier kann ich natürlich nur für mich sprechen. Moi, la lousy Fänin. Die, die immer noch keinen Favoriten hat, nur ein einziges Deutschlandkonzert besucht hat, im Normalfall keine Bilder unserer Heroen anschmachtet, geschweige denn überhaupt Bilder auf dem PC gespeichert hat. Und die Texte von THE BLOCK kann ich immer noch nicht komplett auswendig. Asche auf mein Haupt. Ja, es gibt wohl andere Dinge, die ich - nennen wir es eine Art von Hommage - in die Welt gesetzt habe. Zeitfresser, arbeitsintensiv, emotional. Nein, kein Mitleid bitte. Doch für den Moment ist es in Ordnung, wenn mein normales Leben mal wieder die Oberhand gewinnt. Wenn mal wieder Dinge erledigt werden, die monatelang liegengeblieben sind, die Welt für eine Weile mal nicht mit dem vernebelten Blockhead-Blick zu betrachten, sondern alles einfach mal wieder etwas lockerer laufen zu lassen. Ohne natürlich das Geschehen im Mikrokosmos gänzlich aus den Augen zu verlieren. Oder den ein oder anderen BH-Kollegen, der einem wichtig geworden ist.

Doch eines ist klar: Der Trigger "NKOTB is back on the block!" ist zuverlässig installiert und wird auch beim nächsten Comecomeback anspringen und der Blockhead-Modus unverzüglich wieder mit 100 % aufgenommen.