Ach, würden die Herren Wahlberg, McIntyre, Wood und Knight² doch nur einmal vom Baum der Erkenntnis naschen, um ihnen in diesem Leben noch die eine Wahrheit zuteil werden zu lassen: Das Vereinigte Königreich ist weder ein separater Kontinent, noch völlig losgelöst vom Rest Europas. Klingt komisch, ist aber so. Doch wenn jüngst in einem Interview, auf die Frage, was denn nach der Kreuzfahrt und den Don’t-call-me-a-tour-Konzerten auf amerikanischen Boden käme, "worldwide" als Antwort kommt, spezifiziert als UK/London, Asien und Südamerika, dann ist das wohl nun einfach so. Germany, Frankreich, Spanien oder andere Länder Europas sind es wohl ganz offensichtlich nicht mehr wert, von NKOTB betourt zu werden. Das Imperium schlägt zurück, ich hatte davor gewarnt. Sei's drum. My home (country) is zwar my castle, aber wenn der Berg nicht zum Propheten kommen will, muss der Prophet halt zum Berg gehen. Rule, Britannia, rule the waves!
War mein letzter Blog hier noch eine leidenschaftliche Rebellion für ein neu erstarktes Blockhead-Deutschland (wannabe), so akzeptiere ich nun die nackige Wahrheit - nicht ohne ein tiefes Jammertal durchschritten zu haben, mein verheultes Antlitz sei mein Zeuge. Doch wage ich, das zwangsläufig Eintretende auszusprechen: Falls es in näherer oder fernerer Zukunft Konzerte auf europäischem Boden geben wird, dann wohl in London. Und wer dabei sein will, muss sein Pferd satteln und sich dem Kreuzzug gen United Kingdom anschließen. Wohl dem, der nicht vom Pferd fallen möge, denn die Folgen dessen können gar drastisch sein, wie uns die NKOTB-Historie lehrt.
Oh, don't get me wrong, das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind und sollten die Herren der Schöpfung Deutschland doch noch auf dem Globus finden, I promise to do the New Kids dance. Aber einstweilen gilt das Motto: All you need is love. Und diesbezüglich sind die wenigen noch infizierten Fans in good old Germany mit Sicherheit reif für die Insel. Wenn sie nicht schon dem Sturm und Drang erlegen sind und bereits die CasiNO-Tour in the United States oder die sagenumwobene Cruise mitmachen. Anything goes.
What goes me? Me goes to London, just tell me quando, quando, quando. Ich werde pechschwarzen Schwarztee trinken, vor Fett triefende Fish'n Chips essen (oder auch nicht), das kontinentale Frühstück im Hotel bevorzugen und mich von der Tube kreuz und quer durch bzw. unter London chauffieren lassen, nicht ohne mir jedes Mal "Mind the Gap!" ins Gedächtnis rufen zu lassen. Singing in the obligatorischen British rain darf natürlich auch nicht fehlen. Ach ja, und ich werde NKOTB wieder live in Concert sehen. Priceless!
Es ist einfach nicht zu verleugnen. Wenn sich eine Leidenschaft so früh ins Herz einer jungen Maid eingenistet hat, so wird es diese nicht mehr los. Denn so unreal die vermeintliche Liebe ist, die dem Troubadour der Wahl mit Hingabe entgegengebracht wird, so bewußt ist man sich im Unbewußten, dass diese nie erwidert werden wird. It's a one-way street. Was es in vielerlei Hinsicht vereinfacht. Einerseits so fremd und doch so unglaublich vertraut. Wenn man sie sieht, so sind es für einen Menschen, die einen schon so lange begleiten. So fern und doch so nah. Und unglaublich abgedroschen. Und doch so wahr. Im übrigen ist es ja auch eine Family Affair – sind schließlich meine 5 miransherzgewachsene Brüder, die ich da wiedersehen möchte.
God save the Queen! Da sind wir ja gar nicht so, ist ja schließlich auch nicht mehr die Jüngste. Ob sie amused sein wird, wenn NKOTB die Hauptstadt rocken? Man weiß es nicht, doesn't matter anyway. Ich bin nur froh, dass ich leidenschaftlich der italienischen Kaffeezubereitung - dessen Endprodukt meist als Tassenportion serviert wird - verfallen bin und muss somit nicht zwangsläufig auf das deutsche Kännchen auf der Terrasse zurückgreifen. Und England soll ja auch den einen oder anderen Coffeeshop haben. I will survive!
Liebes Deutschland: Kämpfe weiter - oder besser, fange irgendwann einmal damit an. Wenn Du mich brauchen solltest, just gimme a call, I'll be there. Aber ich werde nicht weiterhin hier rumsitzen und in mein Kopfkissen heulen oder gar weitere Analysen starten, warum und wieso sowieso alle anderen daran schuld sind. Kostet viel zu viel Energie, die ich für upcoming Konzerte beim Nachbarn brauchen werde. Blockhead-Ketzerei? Nein, ich werde nun nicht zu einer derjenigen mutieren, die ständig nach UK schreien, davon gibt es schon genug. Aber ich habe einfach beschlossen, mich an dem Gedanken an das, was da möglicherweise kommen wird, zu berauschen. Sollte NKOTB in 2-stündiger Reichweite eines Fliegers kommen - count me in. Nun ... wenn nicht wieder irgendein Vulkan etwas dagegen einzuwenden haben sollte.
Ich freu‘ mich. Das wollte ich nur mal kommuniziert wissen. Und da ich zur Generation Blog-your-inside-out gehöre und die Mitteilungssucht mich sonst zu zerreißen droht, steht es nun hier. Hit me.
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