Sonntag, 25. Mai 2014

If you want it you can have it – Der FFM Blockparty BloG


Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf. Ganz im Sinne von Oscar Wilde bereiste ich somit aus Gründen am 17.05.2014 die Stadt, die sich selbst als die kleinste Metropole Europas bezeichnet: Frankfurt. Und als ob sie es geahnt hätten, wurde die Stadt am Main just an diesem Tag ebenfalls von NKOTB besucht. Wenn das mal kein Schicksal war …

Nach wie vor bin ich immer noch die statistische Standard-Konzertbesucherin. Nur ein Konzert pro Tour, kein VIP, kein Covergirl, kein Hotelstalking und schon gar kein Gathering. Warum? Nun, das kam so – eine total crazy Geschichte übrigens: Eines Tages surfte ich ganz harmlos vor mich hin, bis ich mich völlig unvermittelt auf einer Verkaufsseite jener exklusiven Tickets wiederfand. Interessiert studierte ich das dort Angebotene. Plötzlich sprang eine hässliche kleine Kreatur aus meinem Monitor! Bekleidet mit den teuersten Designerfummeln und über und über mit Goldschmuck behangen. In den Händen hielt es ein mit Diamanten besetztes Laserschwert, das es forsch auf mich richtete. 

"Ich bin der Konsumterrorist und Du wirst nun alles tun, was ich von Dir verlange!", sprachs und fuchtelte drohend mit dem Schwert vor meinem Gesicht herum. Ich schluckte.

"Du kaufst jetzt sofort mindestens drei Covergirl VIP-Tix und zwei Gathering-Karten, los, mach schon!"

Sofort wollte ich tun, wie mir geheißen, da erwachte just die Kampfamazone in mir. Meine Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Na warte, du Giftzwerg, dir geb' ich. Die Macht ist mit mir.

"N e i n." 

Erbost blickte mich die Kreatur an. 

"Du wagst es!"

"Ja."

"Du wirst in der Hölle schmoren!"

"Das nehme ich in Kauf."

Plötzlich wand sich das Wesen und brach unter großen Schmerzen zusammen, bis es schließlich gedemütigt zurück in den Monitor kroch. Ha! So sehen Sieger aus, schallalalalla! Du Opfer! Ich baute mir sogleich mit dem eingesparten Geld einen Triumphbogen. Es lebe der freie Wille! Jedem sein eigener allerdings und in jede Richtung ergebnisoffen. Wer will und kann, der macht, viele anderen schimpfen halt lieber bis es kracht.

Wie auch immer, ein First-Row-Parkett-Sitzplatzticket darf’s dann sogar für mich sein und somit kam ich entspannt erst um kurz nach 19.00 Uhr vor der Jahrhunderthalle an, weil, vom stundenlangen Anstehen und strammen 200-Meter-Spurt nach Hallenöffnung in den Stehplatzbereich konnte ja abgesehen werden. 

Unglaubliche Szenen spielten sich hier ab! Oder vielmehr - gar keine. Was war aus hysterischem Gekreische, aggressivem Bodychecking und einer ganzen Flotte von Rot Kreuzlern, die für die nach Sauerstoffringenden bereit standen, geworden?! Nichts. Stattdessen relaxte Menschen, die draußen vor der Location die warme Frankfurter Sonne genossen – und das, obwohl die Halle bereits geöffnet war.


Datum stimmt und so?


Doch das Wundern ging weiter. Paare (also Männlein und Weiblein), händchenhaltend im Freizeitlook, Familien (Mama, Papa, Kind), und noch mehr Paare, diesmal er im legeren Anzug, sie im Kostüm mit halsbrecherischen High Heels. Und sogar Männer, also mehrere auf einen Haufen, ohne Damenbegleitung. Dazwischen aber auch Herden von kollegialen Mitfäninen von damals und heute. Die einen aufgebrezelt, die anderen im sportlichen Mama-geht-heute-feiern-Outfit. Ist ja mit eines der schönsten Dinge beim Konzert: Beobachte die Menschen, die zum gleichen Event wie du gehen und lasse den unedlen Geist schweifen über deren Geschichte. Mischen is possible, wenn man das bunt gemixte Publikum so in Augenschein nahm.

Schatz, wir müssen reden! Respekt vor denjenigen männlichen Schätzen, die ihre Frauen zu einem NKOTB-Konzert begleiten. Mein Mann wäre die totale Fehlbesetzung für ein solches Tête-à-Tête. Entweder hätte er am Ende des Tages Genickstarre vom vielen ungläubigen Kopfschütteln oder müsste operativ von irgendeiner Tischplatte entfernt werden, in die er der schieren Verzweiflung wegen aufgrund der Überzeugung, seine Frau wäre dem Wahnsinn verfallen, gebissen hätte. Oder Diagnose Eifersuchtsüberdosis. Ein unkalkulierbares Risiko. Deswegen lasse ich ihn lieber gleich zuhause. Heute ist Emanzentag. Nothing for ungood, honey. Aber ein NKOTB-Gig ist nun mal der Marathon unter den Frauenversteherdingen. Das packst Du nicht.

An Intimate Evening with New Kids On The Block. Schwarzer Hintergrundvorhang, 5 einsame Mikros auf der Bühne, dezente Beleuchtung, eine unscheinbare Showtreppe, keine Ahnung wievielstufig. Keine Band, keine Leinwandübertragung – hätte auch ein Gig des Äppelwoier Harmonie-Bläser-Ensembles werden können. Worst Case Szenario. Und eine Halle, die im Sitzplatzbereich bei Weitem nicht gefüllt war. Der gesamte Prozess der Ticketkontingentvergabe ist mir zwar nach wie vor schleierhaft und ich verstehe den Unmut derer, die sich am Anfang des Ticketverkaufs mittelprächtige Balkonplätze gekauft haben. Aber der Veranstalter hat sehr gut daran getan, die Hochparkett-Sitzplätze Mitte April zusätzlich zu installieren, da offensichtlich zu wenig Stehplätze verkauft wurden. Eine halbleere Stehfläche wäre mehr als anti-intimate gewesen und hätte eine riesige Lücke in die Halle und damit auch die Stimmung gerissen. Und die Balkonsitzer durften ja dann auch offensichtlich auch in die freien Parkettplätze wechseln.

Kurz nach 20.00 Uhr dann aber die Erleichterung, als tatsächlich NKOTB auf die Bühne kamen. Und von Anfang an dermaßen Gas gaben, dass man zusehen musste, dass man zügig auf Betriebstemperatur kam, um emotional hinterherzukommen und dazu noch seinen Körper im Griff hatte, da dieser unweigerlich dabei sein wollte und in fast unkontrollierbare Schwingung geriet. Do the New Kids Dance, ‘cause they're still kicking ass! Wahrhaftig.

Zwei Stunden Move your body-Bootcamp folgten. Denn ohne nennenswerte Pause wurde von nun an ein Song nach dem anderen rausgeballert. Natürlich sämtliche eigene Hits, aber auch einige Cover-Versionen durften dabei sein. Und ob das nun von der vermeintlichen Konkurrenz wie BSB oder Take That war – wen kümmert’s, so lange es gute Lieder mit Mitsingpotenzial sind. Besser, man bringt den einen oder anderen „fremden“ Song, den jeder kennt und die Stimmung oben hält, als dass man zwanghaft alle eigenen Kompositionen auf die Bretter schmettert. Und etwas Abwechslung zu den Setlists der letzten Touren kann nie schaden. Zum siebzehnten Mal dieselben ollen Kamellen muss ja auch nicht. Das Showkonzept hat sich zu früher schließlich nicht wirklich geändert. I liked the Remix!

First bad brother from the beantown land aka Ddub Wahlberg hat es mal wieder geschafft. Rockte jeden Quadratzentimeter der Bühne, verteilte ohne Ende Liebe an sämtliche Damen in Reichweite und lies trotz seiner ungebrochenen Leidenschaft, alles zu geben, noch genug Platz für die anderen vier Herren. Primus inter Pares. Wow … das mit dem Geist scheint zu funktionieren. Er scheint es zwar in jeder Location zu machen, aber man kann es ja ruhig mal als tolle Aktion betiteln: Beim Part auf der B-Stage einfach mal zu den Balkonplätzen hochjagen und dort noch mehr Liebe spreaden. Das nennt man dann wohl wirklich nahbar und ohne Berührungsängste. 

Wobei ich als Teilzeit-Spielverderberin ja doch mal wieder feststellen muss, dass ich das Abklatschen der Jungs, wenn diese dies selbst starten, völlig in Ordnung finde. Aber Betatschen, nur wegen des Betatschens-willens finde ich schon wieder grenzwertig. Gut, sie sind es gewohnt, aber deshalb müssen sie es ja nicht zwangsläufig gut finden – auch wenn sie sich ganz bewusst mitten in die Menge begeben auf der kleinen Bühne, die keinerlei Sicherheitsabstand mehr gewährt. Eine Dame neben mir tätschelte Donnie mütterlicher den Rücken, nicht ohne ihm zu erzählen, sie würde ihn ganz furchtbar lieben. Er hat sie – aufgrund der anderen 39 ihn anhimmelnden Ladies um ihn herum - nicht einmal bemerkt. Aber immerhin hat sie ihn mal berührt. A Story für die Enkel is born.

Jordan Knight, unser musikalisches Competence Center, immer auf den Punkt, saubere Gesangs- und Tanzeinlagen. Er weiß seinen Charme perfekt einzusetzen, nie zu viel des Guten, immer in erträglichen Dosen, manchmal sogar richtig schüchtern. Aber immer Profi. Mag ich. Er verlässt sich nicht darauf, dass die Damenwelt ihn nur seiner selbst Willen anhimmelt, sondern er bringt auch seine Leistung. Und über seine Geburtstagsaktion hat er gefreut. Natürlich hat er irgendetwas erwartet, schließlich ist das mit Sicherheit nicht der erste Band-Geburtstag, der auf einen Konzerttag fällt. Danke an die Dame/n, die die Schilder organisiert haben. 

Stop! For a minute, can you feel the magic. Ab sofort mein neuer persönlicher Step 5. Jon Knight ist mein Held. Er wird in diesem Leben kein Rockstar mehr. Und trotzdem hat er total gerockt. Weil er mit seiner zurückhaltenden Art und seinem Lächeln so viele Menschen ebenfalls zum Lächeln gebracht hat. Er muss dafür gar nicht viel tun. Er ist inzwischen optisch etwas, nun ja, nennen wir es „gemütlicher“ geworden. Keine Kritik, nur eine Feststellung. Steht ihm. Aber trotz seiner positiven, ruhigen Ausstrahlung ertappe ich mich manchmal bei dem Gefühl, dass er in diesem Moment auch ganz gerne mit seinem Beloved auf der Couch rumgammelt würde (wobei er mir dieses Mal entspannter vorkam, als noch bei der NKOTBSB-Tour). Wer tut das schon nicht gerne. Aber Job ist halt nun mal Job. Und ich verneige mich unbekannterweise in Demut vor dem- oder denjenigen, dem/denen es offensichtlich immer wieder gelingt, Jon davon zu überzeugen, dass er auf die Bühne gehört. Danke. Ich hoffe, in Mr. Knights Sinne. 

Danny war auch da. Was sonst. Danny ist immer einfach … da. Er ist genau da, wo er hingehört, er tut das, was er schon immer getan hat. Da und okay. Hauptsächlich zuständig für die Background-Vocals, ab und zu setzt er kleine Highlights, ist stets präsent, aber selten im Fokus. Er scheint irgendwie immer in sich zu ruhen, solange er sein Workout jeden Tag absolviert und stolz verkündet hat, scheint ihn nichts aus der Fassung bringen zu können. Wobei ich, erst Tage später, auf einem meiner Bilder von der B-Stage festgestellt habe (eigentlich hatte ich Joe abgeschossen, Mr. Wood war nur im Hintergrund zu erkennen), dass dieser doch tatsächlich Bier – offensichtlich von einem Fan zugereicht – getrunken hat! Puh, das wurde dann am nächsten Tag aber hoffentlich wieder mit Literweise Sauerstoffwasser und einem Kalorien- und Kohlenhydratfreien Fastentag samt Triathlon gebüßt. Wir wollen doch nicht nachlässig werden, oder? Sonst geht dieser fettfreie, sehnige, muskelige, gestählte körperkulturgeformte Body noch aus dem Leim!

Kommen wir zum irren Iren. Joe. Er… Also, wie …  Manchmal… Wenn man bedenkt … Himmelherrgott, lass Worte fließen. Bei Joe fließt schließlich auch ganz viel. Mr. McIntyre ist ein wandelndes energetisches Kraftwerkwunder. Es pumpt und es pumpt und es fließt und es fließt und er zappelt und er zappelt … bis er schlussendlich zuerst implodiert und dann explodiert – und dann ist immer noch nicht Feierabend. Hätte er je längerfristig eine normale Schulklasse besucht, wäre er die Idealbesetzung des Klassenclowns gewesen. Leider kam ihm eine Boyband dazwischen, deswegen beglückt er seit jeher uns mit seiner Vitalität. Er sing, er swing, er tanzt, er schauspielert, er entertaint, geht mitunter bis zur Schmerzgrenze des Erträglichen – und er stellt jede Sekunde sicher, dass dies auch ja jede/r mitbekommt. Er beherrscht jede Faser seines Körpers, er SPRICHT mit ihm, jede Bewegung wird zelebriert und bis Ultimo ausgereizt. Stellt sich dieser Kerl doch tatsächlich hin wie ein bockiges kleines Kind und fordert mit jedem einzelnen seiner Körperteile... mehr! Und noch einmal mit der Hüfte lasziv gezuckt, entrüsteter Blick in die Menge von wegen "da geht doch bitte noch was, oder?!", um dann auf dem Gipfel der Ekstase unkeusch dem Bühnenshowdown zu erliegen. #RomeoohRomeo! 

Wie komme ich denn jetzt bitte wieder zurück zu meinem völlig neutral gehaltenem Konzertbericht? Überleitungsversagen. Irgendwas ist immer.

Okay, an dieser Stelle ist es dann wohl an der Zeit, die sechste, nicht unwesentliche Komponente der Show erwähnen. Es gab zwar keine Band und es gab auch keine Kameras mit Leinwandübertragung, aber es gab – LICHT! Trotz dem ganzen Intim-Dings und so muss man den Lichtkomponisten mal ein Kompliment aussprechen. Die Belichtung war wirklich klasse, viele schöne Effekte wurden uns hier mit relativ wenig Aufwand präsentiert. Moment … eigentlich wollte ich jetzt gar nichts über das Licht sagen, sondern …. was war das doch gleich … Ah ja! 

Papierschnipsel. Oh, wie schön! Ganz viele bunte Papierschnipsel segelten vom Hallenhimmel! 

Hey, noch viel mehr lustige Papierschnipsel! Kaum zwei Songs später.

Wow … das sind ja auch Luftschlangen! 

Und da … wieder eine Ladung Papierschnipsel! Gelbe! Und Rote! 

Jetzt schwimmt sogar einer in meinem Wasserbecher. Nein, wollte ich eh nicht mehr trinken, war nur blödes Wasser. Go for Dehydrierung. 

Der Weltmarkt an Papierschnipsel in jeglicher Form und Farbe muss völlig leergekauft sein. Oder es gab eine Überproduktion und man bekam noch Geld, wenn man eine gaaaanz große Menge davon abnahm. Das ist jetzt aber echt nur eine krude Theorie. Ihr kennt das.

Und sonst? Nun, zwei Stunden professionelles Entertainment. NKOTB sind nach wie vor keine wirklichen Musiker, aber sie öffnen uns die Tür zu etwas, was wir – immer wieder – sehen und fühlen wollen. Hindurchgehen muss aber jeder selbst. Sie beherrschen die Kunst, genau die Kontaktstellen in unserem Nervensystem zu aktivieren, die uns für zwei Stunden aus dem Alltag reissen, die mit Emotionen verknüpften Erinnerungen an früher aktivieren. Zumindest bei denjenigen unter uns, die es bedingungslos zulassen. Ohne über den Sinn nachzudenken. Wenn Du das tust, hast Du schon verloren. Weil, einen Sinn ergibt es einfach nicht. Es IST einfach so. Loslassen oder doof finden. Ich war zwei Stunden in dieser Welt. Sie existiert nicht wirklich, aber man kann sie für eine kurze Weile zum Leben erwecken. 

Bis einen das Anzünden des normalen Hallenlichts nur 5 Sekunden nach dem letzten Ton von „Hangin‘ tough“ wieder schmerzhaft in diese Welt katapultierte. Ich nehme hiermit das Lob an die Lichtmenschen wieder zurück (buh!) und beantrage für die Zukunft sanfte Dimmer, die einen in einem sanften Flow wieder ins schäbige Real Life zurückbringen. 

Ja, ich weiß, keine Illusion an dieser Stelle, wir haben eine Dienstleistung bestellt und bekommen. Hier war nur ganz wenig spontan, 93 % der Show war ausprobiert, fixiert und installiert. Sie wissen genau, was sie tun müssen, um uns zu animieren und mitzunehmen. Jedes Shirt-Lüften ist hier Programm, jede Kabbelei untereinander Teil des Konzepts. 

Ja, und? Dann waren wir halt zwei Stunden auf einem künstlichen Trip. Wir haben ja schließlich dafür bezahlt. Guter Stoff. Und jetzt versuch mal, mit einer gerade noch Zugedröhnten darüber zu diskutieren, ob wir immer noch genauso einfach wie berechnend zu beglücken sind wie früher. Ja. Türe auf, durchgetanzt, in einer Bubble ohne Sinn und Verstand gelebt, rausgeschubst und jetzt wieder alles normal. 

Nicht ohne für einen kurzen Moment die Rowdies (nennt man die heutzutage überhaupt noch so? Klingt so wild-romantisch) zu bemitleiden, die mit leuchtend roten Helmen die Bühne abbauen mussten (mein Bild des lonely, handsome Cowboys on the road war so was von zerstört). Das war dann so ungefähr 10 Sekunden nach "Hangin' tough".

Ich hatte, wie erwähnt, keinerlei persönlichen Kontakt zu NKOTB. Dies sind ausschließlich meine Eindrücke und Gefühle während des Konzerts. Man liest hier und da persönliche Anekdoten. Habe Donnie getroffen, Selfie gemacht, sterbe vor Glück. Habe vor dem Hotel gewartet, Bodyguard war fies zu mir und Danny voll der Arroganzbolzen. Joe hatte ein Bad-Hair-Day, hat sich aber trotzdem mit mir fotografieren lassen, wie süß war das denn von ihm. Ezetterapepe. Namen völlig willkürlich, jede Kombination war dabei. 

Auch wenn NKOTB seit 25 Jahren Teil meines Lebens sind – mal mehr, mal weniger – ich will mir meine persönliche „Beziehung“ zu ihnen nicht zerstören, indem ich vielleicht tatsächlich gerade mal einen blöden Moment in deren Leben erwische, wenn ich denn einmal vor ihnen stehen sollte. Ich will einfach nur dieses geile Gefühl für zwei Stunden haben. Wer ihnen unbedingt näher kommen will, der muss dann eben Freundschaft schließen mit Konsumterrorist oder das Risiko eingehen, dass man sie auf dem falschen Fuß erwischt. NKOTB sind nicht unsere Freunde, die aus purer Liebe zu uns kommen und Konzerte geben. Wie gesagt, wer nachdenkt, hat verloren. Also, Verstand aus und genießen oder zuhause bleiben und Facebook volljammern, wie schäbig doch alles ist, wenn man denn alles mal realistisch betrachtet. Ist der Verbraucherschutz für ausgenutzte Kleinmädchenträumereien eigentlich auch auf Facebook vertreten?

Als ich irgendwann an diesem Wochenende mit nun gepimptem Geist (aawwwas, warn die Cocktails), mit nicht mehr oder weniger Vorurteilen als vorher Hotelbettfertig machte, segelte ein knuffiger gelber Papierschnipsel aus meinem Oberteil. Oh nein! Bitte nicht auf den letzten Drücker ein Abrutschen ins Kitschige hier. 

Nee, aber … "'cause if he doesn't, Joe and Jordan and Danny and Jon and Donnie will be there." Gesagt ist gesagt Mr. Blue Eyes McIntyre - eines der gefühlten drei Millionen Smartphones, die man ständig vor der Nase hatte, hat das bestimmt dokumentiert. Wir melden uns! Kann jeden Moment soweit sein, also: Be prepared to come back - SOON!

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