Es gibt Songs, die fesseln Dich und Du weißt nicht, warum. Ist es die Melodie, die Dir sofort ins Herz geht, ein mitreißender Rhythmus oder ein besonderer Text? Erinnert Dich das Lied an eine bestimmte Situation? Oder lief das Lied im Hintergrund eines Films, einer Serie oder bei was auch immer und das visuelle Bild und die musikalische Untermalung haben einfach zu 100 % gepasst? Oder es ist ein Song Deiner Lieblingsband, nennen wir sie der Einfachheit halber NKOTB, das Dich dazu „verleitet“, ihn in die Riege Deiner Lieblingslieder aufzunehmen, weil Dir die Stimmen so sehr vertraut sind, weil Du Dich womöglich selbst angesprochen fühlst?
Ein guter Song muss nicht zwangsläufig einen tiefgründigen Text haben. Es ist die Harmonie zwischen Musik und Worten. Sie müssen eine Einheit bilden. Dass die Symphonie zwischen beiden eine schwierige Symbiosen sein kann, damit das Endprodukt ein Gutes wird, ist klar. Mit den technischen Möglichkeiten, die der Heimcomputer, das Keyboard oder gar das Internet bieten, ist es fast jedem möglich, etwas „Hörbares“ zu kreieren. Doch die Rezeptur, die aus einem Song einen richtig guten Song macht, ist sehr schwer zu finden. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Richtig gute Songtexte sucht man vor allem im Chartbereich meist vergebens. Zum einen, weil die Mehrheit der Hörer nicht sehr großen Wert darauf legt und zum anderen, weil es schlichtweg einfacher ist, „leichte Kost“ zu produzieren. Die Texte der Masse aller Songs lassen sich ungefähr auf diese Formel zusammenfassen:
„I love you and you love me, let’s get together and quit never“.
Okay, das Englisch lässt an dieser Stelle zu wünschen übrig, aber es trifft die Sache doch im Kern. Ungefähr 98 % aller Songs sind Liebeslieder, anscheinend ist es das Thema, das sich am besten zu glatten Hörergebnissen verarbeiten lässt und in das sich jeder irgendwie hineindenken und –fühlen kann. Ob die Worte dann die eines großen Philosophen sind oder einfach nur dem oben genannten Standard entsprechend, spielt meist eine untergeordnete Rolle.
Ich freue mich, wenn mich ein Lied zunächst rein musikalisch anspricht und ich dann feststelle, dass sich da auch noch jemand Gedanken zum Text gemacht hat. Gute Songtexte sind inspirierend und animieren mich persönlich zuweilen selbst zum Schreiben. Aber ich hocke nicht ausschließlich vor meinen Boxen und lausche, was das genau gesungen wird. Einerseits weil es das in den seltensten Fällen die Mühe wert ist und andererseits lasse ich mich auch durchaus gerne mal nur „berieseln“ – ohne gleich nach dem tieferen Sinn zu forschen.
Wenn ich mir z.B. „Hangin’ tough“ anhöre, so laut aufdrehe, dass ich gerade noch auf die Nachsicht meiner Nachbarn hoffen kann, dann ist mir der Text an dieser Stelle auch herzlich egal. Es pusht, es wummert, es rockt. Und ob mir hier eine mit Löffeln gefressene Weisheit serviert wird oder nicht - who cares.
Ein guter Songtext liegt oft auch im Auge des Betrachters. Oft hat sich der Schreiber viele Gedanken um das, was er im Song rüberbringen will, gemacht. Sei es aus einer persönlichen Erfahrung heraus, die hier verarbeitet wird, oder weil er denkt, dass genau das, was er zu Papier gebracht hat, beim Hörer ankommen könnte. Ob das, was er beim Schreiben gedacht und gefühlt hat, den Hörer tatsächlich dann aber auch erreicht, ist ein anderes Thema. Womöglich sind viele Songtexte unterschätzt und dahinter verbergen sich sehr persönliche Dramen.
„Lalalalalala Tonight“ – eine der wohl albernsten Textstellen in der NKTOB-Lyrics-Abteilung. Und doch funktioniert genau dieser Baustein hervorragend. „Tonight“ ist einer der – zumindest hierzulande – bekanntesten Songs von NKOTB. Weil sich viele an diese sehr eingängige Passage, geschickt gemixt mit einem schmissigen Beatles-Mitschnipp-Groove, erinnern. Wer fragt da noch nach dem tieferen (Un-)Sinn des Textes.
Nein, NKOTB sind nicht gerade ein Paradebeispiel für herausragende Textlieferanten. Hier hat sich nie ein Texter – wer auch immer daran gearbeitet hat – zu weit aus dem Fenster gelehnt. Vom allerersten Album müssen wir hier nicht wirklich reden, die hier niedergeschriebenen Inhalte („You’re my Popsicle“ … ?! … ich will nicht wissen, wer sich das warum und in welchem Zusammenhang ausgedacht hat … ) zeugen, nun ja, von jugendlichem Leichtsinn. Zu mehr Interpretation bin ich an dieser Stelle einfach nicht in der Lage, es fehlt dann doch einfach an der Grundlage.
Auf den nachfolgenden Alben sowie THE BLOCK finden sich die üblichen, eingängigen Texte, die übertragbar sind auf viele andere Scheiben und Künstler. Nichts Herausragendes, weder im Positiven, noch im Negativen. Lediglich bei „2 in the Morning“ bekommt man das Gefühl, es steckt tatsächlich das dahinter, was in Text und Musik transportiert wird. Das geht mir bzw. uns als Fans wohl aber hauptsächlich deswegen so, weil Donnie darüber sagte, dass ihm persönlich der Song etwas bedeutet, dass er hier womöglich Szenen seiner Ehe/Scheidung verarbeitet hat. Ob es mir als Nicht-Fan auch so gegangen wäre und diese Botschaft tatsächlich bei mir angekommen wäre? Ich weiß es nicht. Aber ich höre mir das Werk sehr gerne immer wieder an.
Es gibt mitunter Lieder, deren Text ich auch nach unzähligem Anhören bzw. nach langwierigem Textstudium nicht verstehe. Ein Beispiel dafür ist „Hallelujah“, zu finden in der aktuellen Playlist unten auf dieser Seite. Ein wunderschöner Nicht-NKTOB-Song, dessen Botschaft mir bislang jedoch verwehrt bleibt. Vielleicht gibt es in diesem Song auch gar keine Botschaft und der Texter hat schlichtweg nur einige schlaue Worte aneinander gereiht. Damit es so aussieht, als hätte sich hier jemand sehr viele Gedanken gemacht und ich noch weitere viele Stunden darüber sinnieren kann, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Macht nix, ich werde es mir trotzdem weiterhin anhören. Weil der Song einfach pure Intensität transportiert, dabei aber ganz „leise“ daherkommt.
Wenn ich mir diesen Beitrag noch einmal so durchlese, dann könnte man mal wieder meinen, ich wäre ein Blockhead mit temporären Aussetzern. NKOTB-Texte sind durchschnittlich, Meet & Greets sind nicht das Maß aller Dinge, die Kreuzfahrt war auch nicht so der Renner … und das alles auf einem Fan-Blog.
Mein Name ist Philosophia und ich bin NKOTB-süchtig … aber ein bisschen Selbsttherapie muss auch mal sein. Aber: Don’t do drugs – do NKOTB!
Ein guter Song muss nicht zwangsläufig einen tiefgründigen Text haben. Es ist die Harmonie zwischen Musik und Worten. Sie müssen eine Einheit bilden. Dass die Symphonie zwischen beiden eine schwierige Symbiosen sein kann, damit das Endprodukt ein Gutes wird, ist klar. Mit den technischen Möglichkeiten, die der Heimcomputer, das Keyboard oder gar das Internet bieten, ist es fast jedem möglich, etwas „Hörbares“ zu kreieren. Doch die Rezeptur, die aus einem Song einen richtig guten Song macht, ist sehr schwer zu finden. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Richtig gute Songtexte sucht man vor allem im Chartbereich meist vergebens. Zum einen, weil die Mehrheit der Hörer nicht sehr großen Wert darauf legt und zum anderen, weil es schlichtweg einfacher ist, „leichte Kost“ zu produzieren. Die Texte der Masse aller Songs lassen sich ungefähr auf diese Formel zusammenfassen:
„I love you and you love me, let’s get together and quit never“.
Okay, das Englisch lässt an dieser Stelle zu wünschen übrig, aber es trifft die Sache doch im Kern. Ungefähr 98 % aller Songs sind Liebeslieder, anscheinend ist es das Thema, das sich am besten zu glatten Hörergebnissen verarbeiten lässt und in das sich jeder irgendwie hineindenken und –fühlen kann. Ob die Worte dann die eines großen Philosophen sind oder einfach nur dem oben genannten Standard entsprechend, spielt meist eine untergeordnete Rolle.
Ich freue mich, wenn mich ein Lied zunächst rein musikalisch anspricht und ich dann feststelle, dass sich da auch noch jemand Gedanken zum Text gemacht hat. Gute Songtexte sind inspirierend und animieren mich persönlich zuweilen selbst zum Schreiben. Aber ich hocke nicht ausschließlich vor meinen Boxen und lausche, was das genau gesungen wird. Einerseits weil es das in den seltensten Fällen die Mühe wert ist und andererseits lasse ich mich auch durchaus gerne mal nur „berieseln“ – ohne gleich nach dem tieferen Sinn zu forschen.
Wenn ich mir z.B. „Hangin’ tough“ anhöre, so laut aufdrehe, dass ich gerade noch auf die Nachsicht meiner Nachbarn hoffen kann, dann ist mir der Text an dieser Stelle auch herzlich egal. Es pusht, es wummert, es rockt. Und ob mir hier eine mit Löffeln gefressene Weisheit serviert wird oder nicht - who cares.
Ein guter Songtext liegt oft auch im Auge des Betrachters. Oft hat sich der Schreiber viele Gedanken um das, was er im Song rüberbringen will, gemacht. Sei es aus einer persönlichen Erfahrung heraus, die hier verarbeitet wird, oder weil er denkt, dass genau das, was er zu Papier gebracht hat, beim Hörer ankommen könnte. Ob das, was er beim Schreiben gedacht und gefühlt hat, den Hörer tatsächlich dann aber auch erreicht, ist ein anderes Thema. Womöglich sind viele Songtexte unterschätzt und dahinter verbergen sich sehr persönliche Dramen.
„Lalalalalala Tonight“ – eine der wohl albernsten Textstellen in der NKTOB-Lyrics-Abteilung. Und doch funktioniert genau dieser Baustein hervorragend. „Tonight“ ist einer der – zumindest hierzulande – bekanntesten Songs von NKOTB. Weil sich viele an diese sehr eingängige Passage, geschickt gemixt mit einem schmissigen Beatles-Mitschnipp-Groove, erinnern. Wer fragt da noch nach dem tieferen (Un-)Sinn des Textes.
Nein, NKOTB sind nicht gerade ein Paradebeispiel für herausragende Textlieferanten. Hier hat sich nie ein Texter – wer auch immer daran gearbeitet hat – zu weit aus dem Fenster gelehnt. Vom allerersten Album müssen wir hier nicht wirklich reden, die hier niedergeschriebenen Inhalte („You’re my Popsicle“ … ?! … ich will nicht wissen, wer sich das warum und in welchem Zusammenhang ausgedacht hat … ) zeugen, nun ja, von jugendlichem Leichtsinn. Zu mehr Interpretation bin ich an dieser Stelle einfach nicht in der Lage, es fehlt dann doch einfach an der Grundlage.
Auf den nachfolgenden Alben sowie THE BLOCK finden sich die üblichen, eingängigen Texte, die übertragbar sind auf viele andere Scheiben und Künstler. Nichts Herausragendes, weder im Positiven, noch im Negativen. Lediglich bei „2 in the Morning“ bekommt man das Gefühl, es steckt tatsächlich das dahinter, was in Text und Musik transportiert wird. Das geht mir bzw. uns als Fans wohl aber hauptsächlich deswegen so, weil Donnie darüber sagte, dass ihm persönlich der Song etwas bedeutet, dass er hier womöglich Szenen seiner Ehe/Scheidung verarbeitet hat. Ob es mir als Nicht-Fan auch so gegangen wäre und diese Botschaft tatsächlich bei mir angekommen wäre? Ich weiß es nicht. Aber ich höre mir das Werk sehr gerne immer wieder an.
Es gibt mitunter Lieder, deren Text ich auch nach unzähligem Anhören bzw. nach langwierigem Textstudium nicht verstehe. Ein Beispiel dafür ist „Hallelujah“, zu finden in der aktuellen Playlist unten auf dieser Seite. Ein wunderschöner Nicht-NKTOB-Song, dessen Botschaft mir bislang jedoch verwehrt bleibt. Vielleicht gibt es in diesem Song auch gar keine Botschaft und der Texter hat schlichtweg nur einige schlaue Worte aneinander gereiht. Damit es so aussieht, als hätte sich hier jemand sehr viele Gedanken gemacht und ich noch weitere viele Stunden darüber sinnieren kann, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Macht nix, ich werde es mir trotzdem weiterhin anhören. Weil der Song einfach pure Intensität transportiert, dabei aber ganz „leise“ daherkommt.
Wenn ich mir diesen Beitrag noch einmal so durchlese, dann könnte man mal wieder meinen, ich wäre ein Blockhead mit temporären Aussetzern. NKOTB-Texte sind durchschnittlich, Meet & Greets sind nicht das Maß aller Dinge, die Kreuzfahrt war auch nicht so der Renner … und das alles auf einem Fan-Blog.
Mein Name ist Philosophia und ich bin NKOTB-süchtig … aber ein bisschen Selbsttherapie muss auch mal sein. Aber: Don’t do drugs – do NKOTB!
ah jetzt erinnere ich mich wieder an meine gedanken von gestern.
AntwortenLöschenbei texten dieser art - ich hab ihn gecheckt obwohl ich den künstler echt nicht kenne - denke ich oft an drogen. so wie strawberry fields forever, das habe ich auch nie verstanden und später gelesen, dass die voll drauf waren die guten...
erst neulich hab ich gepeilt, was brown sugar ist, ein geliebter titel der stones. text nie gerafft.
rückblickend war es ja gut, dass man die versteckten andeutungen dieser texte im zarten teenie alter nicht verstanden hat. wort für wort mit langenscheidt. aber so hat man prima englisch gelernt. lol. den letzten schliff bekommt man heute. und wird dann oft nachträglich rot.
ansonsten find ich die new kids texte auch nicht den hauptanziehungspunkt dieser gruppe. was sie aber so besonders macht, dass sie mir heute mehr am herzen liegt als die helden meiner teeniezeit, darüber denk ich noch nach.
es müssen doch wohl hauptsächlich die menschen sein hinter dieser musik.
nein, nicht nur der eine, den ich meine....